Hanau gehört zu den deutschen Städten, die im Zweiten Weltkrieg durch die Luftangriffe mit am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Unschätzbare Werte gingen verloren.
Die ersten Bombenangriffe erfolgten bereits am 24. Juli 1941. Sprengbomben fielen innerhalb des Stadt-gebietes rund 500 Meter westlich der Burgallee und ebenso weit südlich der Frankfurter Landstraße.
In den folgenden Jahren gibt es immer wieder Luft-alarm, vereinzelt fallen Bomben vom Himmel. Der Schaden hält sich jedes Mal in Grenzen.
Erst im Jahre 1945 fliegen die allierten Bomber ihre großen Vernichtungsangriffe auf Hanau.
Am 6. Januar findet ein Großangriff auf die Indu-striefirmen Dunlop, Vacuum, Heraeus, Degussa sowie auf das Behördenhaus, Stadtschloss und die umliegenden Häuser statt.
In Schutt und Asche gelegt wird Hanau am 19. März 1945. Der Angriff auf die Stadt dauerte genau neun-zehn Minuten - von 4.30 bis 4.49 Uhr. Aus einem blühenden Gemeinwesen wird eine Trümmerstadt. 2240 Gebäude mit rund 8000 Wohnungen wurden vollkommen vernichtet. Über siebzig Prozent von Hanau waren mit einem Schlag ausradiert.